Das Schweizer Messer des Strahlens:
Eine neue Testmaschine für Zürich

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Das Wheelabrator-Zentrum für Produktinnovation in Zürich hat die Kapazitäten in seinem Testzentrum erweitert, indem es eine hochflexible neue Strahlanlage für seine eigenen fortschrittlichen Kundentests entwickelt und gebaut hat. Die neue Maschine ersetzt die vorhandene Wheelabrator-Anlage.

Anwendungstests sind bei Wheelabrator ein wichtiger Bestandteil des Konstruktionsprozesses. Kunden aus aller Welt nehmen an den Tests im Testzentrum teil, um die Ergebnisse zu überprüfen und im Gespräch mit den Ingenieuren in Zürich das Design und die Parameter zu verfeinern. Dadurch kann das Wheelabrator-Team die neue Maschine oder den neuen Prozess perfekt auf die Kundenanforderungen abstimmen.

Christoph Baer, Application Engineer, erklärt: „In unserem Testzentrum verfügen wir über eine Reihe von Anlagen, mit denen wir fast jede Kundenanwendung simulieren können. Die neue Maschine war notwendig, um mit den neuen Strahlleistungs-Niveaus mithalten zu können. Trotz kontinuierlicher Änderungen ist unsere gute alte Maschine an ihre Grenzen gestoßen. Die neue Anlage ist unglaublich flexibel und kann eine große Auswahl an Maschinen aus unserem Portfolio ‚imitieren‘.“

Eine vielseitig begabte Maschine bauen..

Die Maschinenbestellung des Testzentrum-Teams umfasste eine lange Liste von Extras und ein paar einzigartige Anforderungen. Die Testmaschine sollte zum Beispiel eine Vorrichtung für die Messung des Strahlmitteldurchflusses haben. Also wurde das Strahlmittelsystem der neuen Anlage mit einem Bypass versehen.

Alle Schleuderrad-Strahlanlagen von Wheelabrator werden mit Hinblick auf eine einfache Wartung entworfen, wobei sie einen schnellen Zugang zu den Schleuderrädern bieten. Bei der Testmaschine musste dies jedoch auf die Spitze getrieben werden, damit die Schleuderräder häufig ausgetauscht werden können und sich fast jedes Schleuderrad anbringen lässt.

Die größte Herausforderung in Bezug auf die Maschinenkonstruktion stellte jedoch der bewegliche Werkstückwagen dar, der sämtliche Positionen und Bewegungen des Werkstücks simulieren sollte. Dafür waren nicht nur leicht austauschbare Werkstückträger und Montagegestelle notwendig. Es mussten auch Antriebe und Motoren in den Werkstückwagen integriert werden, um verschiedene Werkstückbewegungen und -rotationen zu erzeugen. Die Stromversorgung dieser beweglichen Motoren stellte ebenfalls eine große Herausforderung dar, die das Konstruktionsteam durch Schaffen einer eleganten Möglichkeit bewältigte, bei der die Stromkabel während der Bewegung ab- und aufgewickelt werden.

Neben diesen besonderen Anforderungen wurde die Leistung der Maschine im Vergleich zur alten Anlage verbessert. Außerdem wurden die Maschinensteuerung und die Sicherheitselemente auf den neuesten Stand der Technik gebracht.

...und ein raffinierten Simulator

Das Ergebnis: Die neue Testmaschine kann eine unglaublich große Palette an Maschinentypen simulieren, einschließlich der FL- (Entzundern von Draht und Stäben), HB- (Entzundern von Bändern), BR- (Entzundern von Knüppeln), SRS- (Stress Peening), RDS- (Kugelstrahlen von Federn) und IBC-Strahlanlagen (Schrägband) aus dem Züricher Portfolio. Seit ihrer Inbetriebnahme im September wurde die Maschine bereits für das Testen verschiedener Entzunderungs- und Peening-Anwendungen genutzt.

Christoph Baer fasst zusammen: „Bei der neuen Testmaschine geht es um Zukunftsfähigkeit. Die Anforderungen unserer Kunden ändern sich schnell. Daher ist es wichtig, über die Testausrüstung zu verfügen, die diese Entwicklung weit in die Zukunft vorausahnt. Das bedeutet, dass wir auch weiterhin die beste Lösung für jegliche Herausforderungen unserer Kunden entwickeln können, und zwar im engen Dialog mit ihren internen Technikexperten.“