Drei wie neu bei Hay Speed: Modernisierung bringt Muldenbandstrahlanlagen auf neusten Stand

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Bei Hay Speed Umformtechnik GmbH gefertigte Bauteile bewegen Millionen Fahrzeuge rund um die Welt – und täglich werden es mehr. Qualität, Effizienz und eine Kultur der stetigen Verbesserung von Produktionsabläufen stehen daher bei Hay Speed an erster Stelle.

Das gilt auch für die drei Generationen Muldenbandstrahlanlagen, die im Werk Lüchow in Niedersachsen zuverlässig Schmiedeteile (etwa Getrieberohlinge) für die globale Automobilbranche reinigen. Die älteste Anlage ist dabei stolze 35 Jahre alt, die jüngste, eine Wheelabrator MB 700S wurde 2014 in Betrieb genommen.

Hay Tumblast Machine

Die zwei älteren Anlagen unterschiedlichen Typs und Fabrikats wurden nun umfassend modernisiert - um sie technisch der jüngsten Anlage anzupassen und so modernen Ansprüchen an Standzeiten und Wartungsfreundlichkeit zu entsprechen.

Ein Team von Wheelabrator hat dazu über drei Jahre hinweg – und unter Ausnutzung geplanter Produktionspausen - schrittweise Anpassungen an beiden Anlagen vorgenommen. So wurden die Steuerungen jeweils auf eine Siemens S7 umgerüstet und sämtliche Schleuderräder durch Wheelabrator TITAN-Turbinen ersetzt.

Sebastian Riesch, Projektingenieur bei Hay Speed und verantwortlich für Anlagen- und Produktionsoptimierung, erklärt: „Ursprünglich wollten wir mit der Modernisierung der beiden Anlagen hauptsächlich die Ersatzteillogistik und Lagerhaltung vereinfachen, sowie den Wartungsaufwand verringern - letztendlich um Produktionskosten zu senken.“

„Durch den einheitlichen Umbau auf TITAN-Turbinen haben wir zusätzlich auch noch Strahlzeiten reduzieren können, wodurch sich unsere Produktionskapazität deutlich erhöht hat – mit entsprechend positiven Auswirkungen auf die Entwicklung der Stückkosten.“

Die neuen TITAN-Turbinen haben eine Anschlussleistung von jeweils 22kW und tragen durch verbesserte Strahlleistung, geringeren Strahlmittelverbrauch, reduzierten Energieverbrauch und verringerte Ausfallzeiten zu einer insgesamt wirtschaftlicheren Produktion bei.

Wolfgang Krause, Key Account Manager im technischen Verkauf bei Wheelabrator, dazu: „Bei Hay Speed können unsere neu installierten Turbinen jetzt Ersatz- und Verschleißteile – etwa Wurfschaufeln oder Schutzplatten - untereinander teilen. Das verringert den Lagerbedarf deutlich. Dank hochwertiger Materialien und vibrationsarmer Konstruktion verschleißen diese Teile zudem wesentlich langsamer.“

„Unseren Erfahrungswerten gemäß können sich so Standzeiten etwa von Wurfschaufelsätzen signifikant erhöhen. Auch bei Strahlanlagen mit nur ein oder zwei Turbinen, wie den bei Hay Speed im Einsatz befindlichen, können sich solche Verbesserungen deutlich auf die Produktionseffizienz im Werk auswirken.“

Anlagenmodernisierungen (Neudeutsch auch „Equipment Modernisation Programme“ oder kurz „EMP“) gehören bei Wheelabrator zum Standardangebot und können auch aus sehr alten Maschinen Höchstleistungen herauskitzeln. Gefragt sind neben der Leistungssteigerung auch Anpassungen im Hinblick auf Ergonomie, Arbeitssicherheit, Umweltfreundlichkeit, Automatisierung oder Produktwechsel.

Sebastian Riesch schließt: „Wir konnten nach der Modernisierung einen deutlichen Rückgang der Stillstandszeiten und eine Reduzierung des Wartungsaufwandes feststellen. Alle drei Anlagen laufen mit erhöhter Prozesssicherheit und Strahlen schneller. Das Ergebnis des Modernisierungsprogramms hat unsere ursprüngliche Zielsetzung weit übertroffen.“