Ein schillerndes neues Stadtzentrum - fachmännisch kugelgestrahlt

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Das architektonische Herzstück des neuen 240 Mio. Pfund teuren Lexicon Centre in Bracknell, Großbritannien, ist seine atemberaubende Aluminiumverkleidung. Hier erfahren Sie, wie Wheelabrator dem Gebäude durch ein präzises Shot Peening-Verfahren sein charakteristisches Aussehen verliehen hat.

Unternehmensprofil

Das nagelneue Lexicon Einkaufs- und Freizeitzentrum in Bracknell in der Grafschaft Berkshire zählt zu den größten Sanierungsprojekten Großbritanniens. Architektonisches Herzstück des Gebäudes ist die auffallende Außenverkleidung aus Aluminium. Das Besondere an ihr ist, dass luft- und raumfahrttaugliche Shot Peening-Verfahren genutzt wurden, um die nötige Leistung zu erzielen und ihr ein charakteristisches Aussehen zu verleihen.

Herausforderungen

Die Sanierung des Zentrums einer Stadt, die als eine der hässlichsten des Landes gilt, ist keine einfache Aufgabe – vor allem, wenn der Auftrag darin besteht, ein nagelneues Einkaufs- und Freizeitzentrum mit einer Fläche von 53.884 m² zu schaffen.

Nur 10 Meilen (16 km) von Reading, Windsor und Maidenhead entfernt, liegt in der Grafschaft Berkshire die kleine, nach dem Krieg erbaute Stadt Bracknell, die dank der vorherrschenden brutalistischen Architektur 2013 in einer Umfrage zu den hässlichsten Städten den zweiten Platz belegte. Es war fällig für eine Sanierung. Also ergriff der Stadtrat die Gelegenheit, noch einmal von vorn zu beginnen und ein blühendes Zentrum mit einem sozialen, kommunalen und kulturellen Mittelpunkt zu schaffen.

Das größte Einzelelement des Plans war das 240 Mio. Pfund teure Lexicon Einkaufs- und Freizeitzentrum. Es sollte eine Mischung aus mehr als 70 Läden, Restaurants und Unterhaltungsmöglichkeiten werden und wurde schnell zu einer der umfangreichsten Sanierungen Großbritanniens.

Ziel war es, einen neuen Blickpunkt für Bracknell zu schaffen, der die visionären Ansprüche des Projekts mit fließenden, grünen Freiräumen und einer auffallenden modernen Ästhetik vereint.

Die Architekten von BDP vereinten eine Reihe von warmen Materialien wie Backstein und Holz sowie plakatives Aluminium mit kugelgestrahlter Oberfläche mit Konzepten für elegante Überdachungen.

Lösung

Luft- und raumfahrttaugliche Präzision trifft auf architektonische Verkleidung

Wesentlicher Bestandteil des finalen Designs von BDP war eine auffallende, matte Aluminiumfassade für das namhafte Kaufhaus Fenwick.

Mace, der Hauptauftragnehmer des Projekts, betraute Prater mit der Aufgabe, die Außenhülle zu entwerfen, zu liefern und anzubringen. Es erfolgte eine enge Zusammenarbeit mit dem Verkleidungsdesigner von Prater und mit Bailey (Herstellung, Design und Beschaffung), um ein kompliziertes Design mit einem auffälligen Muster aus Kreisen zu entwickeln, die von hinten beleuchtet werden können.

Eine wesentliche Herausforderung entstand aus dem Wunsch, ein makelloses Finish und eine herausragende Leistung aus 5 mm starkem Aluminium zu erzielen. Weitere Anforderungen bestanden darin, die Korrosion zu minimieren, Langlebigkeit zu garantieren und eine geeignete Oberfläche für Anodisierung zu bieten. Zusätzlich mussten 2.200 Platten in 21 unterschiedlichen Designs erschaffen werden, die jeweils bezüglich der Farbe und der Oberfläche exakt einheitlich sein mussten. Der Umfang der Herausforderung war also klar.

Bei derart strengen Vorgaben ist es vielleicht nicht verwunderlich, dass die Verkleidungsdesigner außerhalb der Baubranche nach einer Lösung suchen mussten.

Peter Woods, Produktionsleiter bei Bailey, sagt: „Die Aluminiumverkleidung für das Kaufhaus Fenwick war im Wesentlichen das i-Tüpfelchen des Projekts. Die Platten waren für die architektonische Ästhetik von großer Bedeutung. Außerdem musste das Aussehen stimmen.

„Um eine kontrollierte, gleichmäßig kugelgestrahlte Oberfläche auf den Platten der aussagekräftigen Fassade zu erzielen, war Fachwissen im Bereich metallische Werkstoffe für die Luft- und Raumfahrtindustrie gefragt. Nur so konnte der richtige Farbton getroffen, Langlebigkeit erzielt und die Leistungsmerkmale erfüllt werden.“

Bailey beauftragte Wheelabrator Impact Finishers, um ihre Fachkompetenz bei anspruchsvollen Kugelstrahlprozessen in der Luft- und Raumfahrt- sowie Automobilindustrie zur Verfügung zu stellen.

Ergebnis

Eine durch Tausende winzige Einschläge geformte Oberfläche

Durch das Shot Peening-Verfahren, bei dem die jahrhundertealte Methode der Metallbearbeitung mit einem Hammer zur Komprimierung der Oberfläche nachgeahmt wird, wird ein Metallerzeugnis gehärtet, indem es mit Stahl-, Glas- oder Keramikkügelchen beschossen wird.

Dabei werden die Leistungseigenschaften durch Tausende von gleichzeitigen winzigen Einschlägen verändert. Technische Werkstoffe werden stärker, resistenter gegen Schäden und korrosionsbeständiger. Dies führt zu einer Reduzierung der Wartungsarbeiten und einer höheren Lebensdauer.

Peening hat außerdem eine Reihe von visuellen Vorteilen. Es führt zu einer feinen, einheitlichen Oberfläche mit einer unverwechselbaren, gekräuselten Struktur und ermöglicht außerdem eine Reduzierung der Spiegelung. All diese Vorteile waren für die Außenhülle des Fenwick-Kaufhauses erforderlich.

Chris Pallot, Business Development Manager für Wheelabrator, sagt dazu:

„Durch die riesigen Ansprüche des Lexicon-Projekts und den Wunsch, ein bleibendes Vermächtnis zu schaffen, musste das Aluminium optimiert werden, damit es einen Ehrenplatz einnehmen konnte.

Bei Fassaden für Geschäfte im Stadtzentrum, wie Fenwick, sind Haltbarkeit und eine einfache Wartung von entscheidender Bedeutung. Durch Shot Peening wird eine langlebige Oberfläche erzielt, die sich bewährt - sie ist für die Dauer gemacht. Die Wartung kann vernachlässigt werden und die Platten lassen sich einfach mit Wasser und Seife reinigen.

Das Wheelabrator-Team traf sich schon früh mit Bailey, um über die Spezifikation und Behandlung dieser Anwendung zu beraten und die ambitionierte ästhetische Vision mit dem zu vereinen, was unseres Wissens technisch möglich ist.

Bei einer derart großen Zahl an Platten – 2.200 in 21 verschiedenen Designs – ist es sehr wichtig, dass die kugelgestrahlte Oberfläche gleichmäßig und einheitlich ist. Ungleichmäßige Bereiche würden sofort ins Auge fallen.“

Perfektionierung der Platten

Damit die Fassade tatsächlich die erwünschte optische Wirkung hat und gleichzeitig ihre Stärke und Leistungsfähigkeit bewahrt, arbeitete Wheelabrator eng mit Bailey zusammen. Das Team stützte sich auf seine Erfahrung, die es bei der Ausführung Dutzender renommierter Architekturprojekte gewonnen hat und machte sich die Möglichkeiten zunutze, die die hochmoderne, automatische Anlagentechnologie bietet, um jede Platte mit einer perfekt kugelgestrahlten Oberfläche zu versehen.

In Anbetracht der Tatsache, dass alle Oberflächen einheitlich sein mussten, entschied sich Wheelabrator, eisenfreies Strahlmittel zu verwenden, damit eine gleichmäßige, eisenfreie und richtungslose, strukturierte Oberfläche erzielt werden konnte, die bei jeder Platte die gleiche Tiefe hat, ohne dass es zu einer Eisenkontamination kommen kann.

In drei Monaten hat Wheelabrator Impact Finishers, die als Subunternehmer verpflichtete Dienstleistungssparte von Wheelabrator im Bereich Shot Peening, 2.200 Platten mit dem Kugelstrahlverfahren bearbeitet. Das entspricht rund 2.000 m² von 5 mm starkem Aluminium.

Das Lexicon ist nun der Öffentlichkeit zugänglich und das Äußere des Fenwick-Kaufhauses fällt dank der Platten sofort ins Auge.

Peter Woods, Produktionsleiter bei Bailey, sagt: „Dank der kooperativen Vorgehensweise, des tief greifenden Fachwissens und der Qualitätssicherungsprozesse von Wheelabrator konnten wir die engen Zeitvorgaben einhalten und den hohen Standard erreichen, der für einen unserer wichtigsten Kunden erforderlich ist.

„Und vor allem sieht das Ergebnis fantastisch aus. Wir freuen uns, dass das Fenwick-Kaufhaus nun für den Publikumsverkehr geöffnet ist und die Passanten von seiner atemberaubenden Fassade beeindruckt sind.“

Wenn Sie Fragen zum Shot Peening in der Architektur haben oder eine spezifische Beratung benötigen, können Sie sich gerne telefonisch unter +44 (0) 1753 215676 oder per E-Mail an Chris Pallot von Wheelabrator Impact Finishers wenden